Brustwirbelsäule drehen (Open-Book)
Die Brustwirbelsäule ist für Drehbewegungen gebaut — doch durch langes Sitzen verliert sie genau diese Rotation, was Nacken und unteren Rücken zwingt, die fehlende Beweglichkeit auszugleichen. Bei der „Open-Book“-Übung liegen Sie auf der Seite und öffnen den oberen Arm wie einen Buchdeckel zur Gegenseite, sodass sich der Brustkorb aufdreht. Das gibt der Brustwirbelsäule ihre Drehfähigkeit zurück, öffnet die Brust und entlastet die darüber- und darunterliegenden Abschnitte spürbar.

Legen Sie sich auf die Seite, die Knie angewinkelt vor dem Körper übereinander, beide Arme nach vorn gestreckt, die Hände liegen aufeinander.

Öffnen Sie den oberen Arm in einem großen Bogen zur Gegenseite, der Blick folgt der Hand, bis der obere Rücken aufgedreht ist — kurz halten und langsam zurückführen.
- Verbessert die Drehbeweglichkeit der Brustwirbelsäule
- Öffnet Brust und Schultern
- Entlastet Nacken und unteren Rücken
Diese Übung empfehle ich fast jedem mit Nacken- oder Schulterbeschwerden, denn überraschend oft steckt eine steife Brustwirbelsäule dahinter. Lassen Sie die Bewegung aus dem Brustkorb kommen und folgen Sie mit dem Blick der öffnenden Hand — die Knie bleiben dabei ruhig übereinander liegen. Atmen Sie beim Aufdrehen tief in die Brust ein und lassen Sie sich mit jeder Ausatmung ein Stück weiter öffnen, ohne zu zwingen. Schon wenige ruhige Wiederholungen je Seite machen den Oberkörper freier.
Häufige Fragen
Warum bleiben die Knie liegen?
Liegen die Knie ruhig übereinander, kommt die Drehung wirklich aus der Brustwirbelsäule und nicht aus dem unteren Rücken oder dem Becken — genau das ist gewollt.
Was, wenn die Hand nicht den Boden erreicht?
Das ist anfangs völlig normal und kein Problem. Öffnen Sie nur so weit, wie es angenehm geht — der Bewegungsweg wird mit jeder Einheit größer.
Praxisinhaberin und erfahrene Expertin für Physiotherapie in Forchheim. Sie stellt die Übungen dieser Website persönlich zusammen und prüft sie fachlich — für sichere, alltagstaugliche Anleitungen. Mehr über Serena Sievers →
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder direkt an uns.

